The Yellow Riffs

gab&gal

Altes Kino Rankweil, 16.01.2015

Zum EP-Release ihrer CD „Deep Inside Of Us“ lud die Vorarlberger Indie-Rock-Combo The Yellow Riffs zum gemeinsamen Feiern ins Alte Kino Rankweil. Die alterwürdige Location, welche bereits von Legenden wie Nazareth und Deep Purple bespielt wurde, war an diesem Abend Schauplatz einer durch und durch gelungenen Rock’n’Roll-Party.

Als Support holten The Yellow Riffs das Akustik-Duo gab&gal, welches die Feier furios eröffnet. Mit förmlich greifbarer Motivation starten die zwei in ihr Eröffnungsset, welches aufgrund von Lautstärkeauflagen und dem damit gegebenen Zeitdruck auf acht Songs begrenzt ist. Gitarrist und Leadsänger Gab ist kaum zu stoppen und peitscht von einem Song zum nächsten. Ihm zur Seite steht oder eigentlich sitzt Christoph „Gal“ Gallaun (seines Zeichens auch Produzent bei Keller Records und somit der EP) auf dem Cajon, welcher die Songpausen gekonnt nutzt, um mit dem Publikum zu interagieren. So gelingen auch die Mitsingpassagen wie bei „A House Where I Can Stay“, welche vom mittlerweile gefüllten Alten Kino lautstark unterstützt werden. Weitere Höhepunkte sind der Opener „Alone In This“, „A Symbol“ und der bisher wohl bekannteste Song des Duos „It Keeps Me Down“. Nach dem kurzen Intermezzo und einer ebenfalls kurzen Umbaupause entert dann der zuvor als „Gelbe Riffe“ angekündigte Hauptact des Abends die Bühne.

Ohne Verzögerung steigen The Yellow Riffs gleich in die Vollen, was sich nach und nach auch auf die Zuseher überträgt. Auf dem Programm stehen sowohl ältere als auch die Songs von der neuen EP sowie mehrere Cover, wobei „I Bet You Look On The Dance Floor“ von den Arctic Monkeys hervorzuheben ist, wo das junge Publikum nicht mehr zu halten ist. Aber auch gerade die neuen Songs werden exzessiv gefeiert. Insbesondere „I Know You Lied“ und „Plastic Nights“ versetzen die Halle in euphorische Bewegung, ohne dass Sänger Alexander W. Huber großartige Luftsprünge vollführen müsste. Dieser liefert einen hervorragenden Job, aber auch seine Mannen stehen ihm in nichts nach. Die Rhythmussektion mit Felix Bischof am Schlagzeug und Felix Kraxner am Bass zeigt sich souverän. An den Gitarren laufen Robin Poth und Johannes Loss zu Höchstleistungen auf, vor allem aber versprühen sie schier unbändige Spielfreude. Aufgrund dieser Spielfreude und der locker-spaßigen Stimmung werden The Yellow Riffs nach Ende des regulären Sets auch lautstark zur Zugabe zurück zitiert. Zwischendurch treten die Zwei von gab&gal nochmals mit den Riffs gemeinsam auf die Bühne, um mit Backing Vocals Unterstützung zu leisten.

Sie kamen als Fremde und ginge als Freunde, diese Aussage von Gal über die leidenschaftliche Hauptband scheint zuzutreffen, denn sowohl auf als auch vor der Bühne sieht man nur erfreute Gesichter, als The Yellow Riffs die Bühne dann endgültig verlassen.

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