Wir sind zu hässlich für MTV – Nazareth

2010-IV-22

Die Hard-Rock Veteranen im Interview und Konzert

Das Wetter ist warm, die Arbeit getan, die Schule vorbei. Donnerstag Nachmittag, die letzen Vorbereitungen werden getroffen, die Fragen noch ein letztes Mal besprochen. Um 19 Uhr geleitet uns der Tourmanager durch den Hintereingang in den Backstagebereich, wo die Band sich vor Ihrem Auftritt entspannt. Und obwohl wir diese Ruhephase stören, freuen sich Dan McCafferty und Pete Agnew, uns zu sehen. Kurze Umbaupause im Nebenzimmer, dann startet das Interview.

Die unermüdlichen 4

1968 beginnt die Geschichte der Band, als deren Name „Nazareth“ festgelegt wird. Seit dieser Zeit entstanden 21 Studioalben. Rock-Klassiker wie „Love Hurts“ und „Hair Of The Dog“ sind jedem bekannt. Ermüdungserscheinungen gibt es keine, durch ständiges Touren ist die 4-köpfige Band allgegenwärtig, und verrät uns im Interview, dass sie im Herbst wieder uns Studio gehen werden…

In euren Träumen

Neben dieser erfreulichen Zukunftsvorhersage wurde im Interview viel über die Ursprünge und Vergangenheit geplaudert. Auf unsere Aussage, Österreich wäre schöner als Schottland, war die Antwort „In euren Träumen.“ Dan offenbarte uns den Grund für ihr ununterbrochenes Touren: Nazareth sind zu hässlich für MTV. Von Pete erfuhren wir die Vorteile, mit einem Bus zu reisen, nämlich, dass man trotz Aschewolke kein Konzert verpasst. Wenn mal ein Tag ohne Auftritt bleibt, gibt es oft nur zwei Dinge zu tun: die Wäsche waschen und Schlafen.

Begeistert von der offenen Art der beiden Rockhelden verließen wir den Backstagebereich, und gingen topmotiviert in den Saal.

Tanz, tanz, tanz Rankweil

Die Bühne ist dunkel, Nebel steigt vor dem gewaltigen Drumset auf. Begleitet durch schottische Dudelsäcke betritt Nazareth die Bühne. Die Gitarre erklingt, das Konzert ist eröffnet. „Telegram“ ist der diesjährige Opener, der ohne Frage rockt. Zwischen Hits wie „Dream On“ und „My White Bycicle“ versucht sich Dan in der deutschen Sprache. Am meisten herausgestochen hat wohl das fulminante „Razamanaz“, welches das Alte Kino erbeben lies. Und bemerkenswert: egal ob jung oder alt, jeder war in Bewegung.

So ist wieder einwandfrei bewiesen: Diese Band hat nach über 40 Jahren noch lange nicht genug.

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