40 Jahre Nazareth – und sie rocken weiter!

2008-IV-15

4 Schüler beim Interview und Konzert der Legende

Es ist Dienstag Abend, ein Abend der eigentlich nichts an sich hat, um als besonders zu gelten, der Himmel ist grau, das kleine Örtchen Rankweil ist genau so idyllisch wie eh und je. Doch für uns, vier Schüler der Handelsakademie Feldkirch, ist es ein Tag auf den wir schon lange gewartet haben. Mit zittrigen Knien schreiten wir durch den Hintereingang des Alten Kinos. Als wir dann die winzige, steile Treppe Richtung Backstage-Bereich betreten, ist die Spannung am Scheitelpunkt. Nun sehen wir sie, zwei Menschen, die Hard Rock so prägten, wie kaum jemand anderer. Figuren ihrer Zeit. Dan McCafferty und Pete Agnew. Die zwei legendären Mitglieder der Band Nazareth.

Lange Geschichte

1968 war das Jahr, in dem sich die damaligen „The Shadettes“ den Namen „Nazareth“ zulegten, der heute in aller Munde ist. Ob jung oder alt, jeder kennt diesen Namen und Lieder wie „Love Hurts“ oder „Dream On“, auch wenn man sie nicht sofort zuordnen kann. Mit 21 Studioalben gehören die Schotten zu den bedeutendsten Hard Rock-Bands seit jeher und außerdem zu den Mitbegründern der „New Wave of British Heavy Metal“. Nach 10 Jahren Aufnahmepause veröffentlichten Nazareth diesen Februar ihr neues Album „The Newz“ und gingen sofort auf 40-Jahre-Geburtstagstour. Und nun standen die Begründer dieser Band vor uns.

Crosby, Stills and Naz

Dan folgte uns gleich in den Raum nebenan, wo wir die große Ehre hatte, das Interview mit ihm zu beginnen. Pete folgte kurz darauf. Beide waren sehr offen und redselig. Es wurden zum Beispiel Themen wie die aktuelle Tour, das neue Album „The Newz“ und die österreichischen Fans besprochen, die laut Dan sehr freundlich sind. Beim neuen Album hat sich jeder einzelne von der Band eingebracht. So kommt der Song „Logging On“ zum Beispiel von Gitarrist Jimmy Murrison. In dem Lied geht es darum, dass er keine Ahnung von Computern hat. Oder das Lied „See Me“, dass die Band als eine „Crosby, Stills and Naz“-Nummer bezeichnet, handelt von einem normalen Typen, der sein Leben schildert. Über Gott sagt Dan: “Sie ist eine tolle Frau“. An die Schule kann er sich kaum mehr erinnern, meint aber, dass es eine tolle Zeit war. Ihr schlimmstes Konzert hatte die Band in St. Petersburg wo sie von 10cm langen Killermoskitos attackiert wurden. Mit diesen und vielen Informationen mehr bedankten wir uns herzlich bei den beiden und gesellten uns nach unten zur Menge, die schon sehnsüchtig auf den Auftritt von Nazareth wartete.

Zeitlos

Um kurz nach 8 Uhr betrat als erster Pete die Bühne, kurz darauf folgten die anderen und heizten der Menge richtig ein. Dans imposante Stimme und das perfekte Zusammenspiel der Band ließen keinen Zweifel offen, dass diese Band nie altmodisch wird, denn diese Musik ist zeitlos. Bei Rock-Hämmern wie „Razamanz“, „Hair Of The Dog“ oder „Expect No Mercy“ wurde richtig Gas gegeben, während bei Balladen wie „Love Hurts“ oder „Enough Love“ eine romantische Stimmung aufkam. Nicht einmal eine kurze technische Panne, die die Gitarre von Jimmy außer Gefecht setzte, konnte diese Truppe aufhalten. Nach circa 2 Stunden genialer Musik und ebenso genialer Stimmung verabschiedeten sich Nazareth von ihren Fans in Rankweil.

Wir sind überglücklich, dass wir bei diesem Konzert waren und dieses Interview führen durften. Ein unvergesslicher Abend, der zweifellos zu den besten in unseren Leben gehört.

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