Revenge Of The Pope (Music Video)

gab&gal

Indie, Alternative, Pop

 

Im Sommer 2016 begab sich eine Gruppe von fünf Musikern auf eine Hütte in den Bergen. Ziel der Expedition war es nicht, die zwei Gipfel des Kilimandscharos mit einer Brücke zu verbinden, sondern ein neues Album einzuspielen.

Vielleicht durch die eigenwilligen Herangehensweisen der Foo Fighters inspiriert, beschlossen gab&gal mit ihren Mitstreitern, die Abgeschiedenheit der Alpen zu suchen. Die vorgefundene Stille sollte bei diesem Vorhaben durch neue Musik angereichert werden. Nun, gut ein Jahr nach der erfolgreichen Rückkehr, werden die ersten Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Musikvideo zu „Revenge Of The Pope“ führt Gewohntes fort, und überrascht dennoch mit erfrischenden Neuerungen. Stilistisch erinnert der Song verglichen mit dem Erstlingswerk am ehesten noch an „Death“. Jedoch fällt die Neuschaffung gefühlt noch poppiger aus, und lässt den Sound der 80er Jahre aufleben. Die Assoziation wird dabei hauptsächlich durch das Piano hervorgerufen, ein Trend, dem auch andere ebenfalls lokale Beispiele wie Grizzley and The Kids, The Helmut Bergers, Flut oder Gospel Dating Service folgen. Die Produktion aus dem Hause Gallaun ist gewohnt erdig, und wieder gibt es feine Details zu entdecken wie die Bongos oder der Hall auf der Stimme.

Was die Herren auch bei dieser Veröffentlichung meistern ist der hohe Grad an Eingängigkeit. Bereits nach dem ersten Hören bleibt der Refrain im Ohr hängen. Das Video wurde wie gewohnt von Pianist Simon Radoczai produziert. Auch er offenbart seinen eigenen Stil. So erinnert die mittigen Platzierung von gab und die direkte Interaktion mit der Kamera an das „Alone In This“-Video. Der Zuseher bekommt eine Geschichte erzählt und direkt vorgeführt mithilfe von Props, projizierten Hintergründen und eingeblendeten Grafikelementen, welche gab ebenfalls miteinbezieht.

Das würde als Konzept schon ausreichen, aber auch die Band wird noch präsentiert, welche durch übertrieben aufgesetztes Spiel glänzt. Die Hives leben davon. Solist Mathias Kollos (Great Red SilenceThe Boys You Know) wird per „Skype-Animation“ miteinbezogen. Das Video präsentiert sich somit wunderschön durchdacht, sogar die Sonne wurde mitsimuliert.

 

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